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Sunshine-Club “Flinkes Paddel” Anhalt

Werra 2004

Paddeltour Himmelfahrt 2004 von Creuzburg bis Witzenhausen

Donnerstag Mittag sind wir auf dem kleinen idyllischen Campingplatz Altenburschla angekommen und haben unser Lager aufgebaut. Am Nachmittag haben wir noch den nahe gelegenen Heldrastein (503m) bezwungen. Von dem 30m hohen ehemaligen Stasihorchposten hat man einen herrlichen Blick über das Werratal.

Blick vom Heldrastein

Freitag war absolutes Mistwetter! Frühstück unter dem Tarp. Klasse Sache, so ein Tarp! Wir haben kurzer Hand beschlossen nicht zu paddeln und nach Eschwege zu fahren. Erst mal einkaufen, z.B. warme Leggins zum drunterziehen und aufwärmen in einem Cafe.

Frühstück bei Mistwetter

Weiter ging es dann nach Sickenberg in das Thüringisch-hessische Grenzmuseum “Schifflersgrund”. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Schon fast vergessene deutsch-deutsche Geschichte. Auf dem Bild seht ihr noch ein Stück erhaltene originale Grenzanlagen.

ehemalige Grenze der DDR

Am Samstag früh schien dann doch noch die Sonne und wir sind mit unseren Booten auf dem Dach nach Creuzburg gefahren. Als Einsatzstelle wählten wir die Kanustation ca. 100m vor der historischen Rundbogenbrücke. Bei Creuzburg beginnt auch das wildromantische Durchbruchstal der Werra. Eine Augenweide.

Werradurchbruch

Bei Mihla kam nun unsere erste Umtragestelle. Wir sind an dem Steg ca. 100m vor dem Wehr rechts ausgestiegen. Weil wir auch unsere Kinder mit hatten, wollten wir bei dem erhöhten Wasserstand den Steg direkt am Wehr nicht nutzen. Gut, dass wir unsere Bootswagen dabei hatten!

Wehr bei Mihla

Am Wehr Falken haben wir links umgetragen. Auch hier konnten wir unsere Bootswagen einsetzen. Dann ging es ohne weitere Strapazen weiter bis zu unserem Campingplatz Altenburschla. Am Abend sind wir dann mit dem Auto nach Wanfried zum Pizzaessen gefahren. Obwohl wir die einzigen Gäste waren, war die Pizza doch sehr gut.
Am nächsten Morgen sind wir von unserem Campingplatz bis zur
Camping-Oase Wahlhausen gepaddelt. Am Wehr bei Wanfried mussten wir links umtragen. Die Schleusen in Eschwege und Bad Sooden-Allendorf sind mit Selbstbedienung. Leider waren zwischen Eschwege und Bad Soode-Allendorf keine Ausstiegsmöglichkeiten, obwohl wir Hunger und Durst hatten.

Schleuse in Eschwege

Vorsicht an der Schleuse Eschwege, starke Strömung am oberen Tor der Schleuse in Richtung Mühle.
Vor der Brücke in Bad Sooden-Allendorf konnten wir gut aussteigen (rechts Steg oder links siehe Bild unten). Romantische Gaststätte mit Biergarten gleich hinter der Brücke. Es hat allen geschmeckt.

Landgang in Bad Sooden-Allendorf

Auf dem gut gepflegten Campingplatz kurz vor Wahlhausen haben wir unsere Boote auf der Wiese zurückgelassen. Mit dem Auto ging es ganz schnell nach Altenburschla zurück.
Am nächsten Morgen hieß es Zelte abbauen, alles verpacken und auf zur letzten Tour ab Wahlhausen bis zum Ziel Witzenhausen.
Auch zwischen Wahlhausen und Lindewerra paddeln wir auf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze (Flussmitte). Die Brücke bei Lindewerra (siehe Foto) wurde erst nach der Grenzöffnung wieder errichtet.

Neue Brücke Lindewerra

Im Vordergrund ist Burg Ludwigstein zu sehen, im Hintergrund die Ruine Hanstein.

Burg Ludwigstein und Hanstein

Am Kanu-Club Witzenhausen ging unsere erlebnisreiche Tour zu Ende.

Steg des Kanu-Club Witzenhausen

Eine Werrafahrt ist jedem zu empfehlen. Fast jeder Ort hat wunderschöne Fachwerkhäuser zu bieten und lädt zu einem Bummel ein. Der Fluss führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Sehenswürdigkeiten und Burgen.
Die flotte Strömung der Werra und kleine Schwälle bereiteten auch unseren Kindern Freude und ließen sie die Anstrengungen beim Paddeln vergessen.